In einer der vielen Sta. Cruzer Bars wurde ich von einem Señor angesprochen, ob ich nicht Interesse am Erwerb antiker Gegenständen hätte. Als ich kein Interesse am Kauf zeigte, dafür aber anbot, Fotos von den Stücken zu machen und ihm auch einen Abzug zukommen zu lassen, war der Herr bereit, mich mit einigen ausgewählten Stücken zu besuchen.
Zum
Vorschein kamen die abgebildeten Figuren und
Gegenstände, die fast alle in einem sehr guten Erhaltungszustand waren.
Auch die versprochenen wissenschaftlichen Unterlagen hatte er dabei.
Aus diesen überwiegend vom nationalen bolivianischen
Institut für Archäologie stammenden Unterlagen und den Aussagen
des "Händlers" erstellte ich eine kurze Abhandlung über die Chicha-Tihuanacu-Kultur
zur der diese Gegenstände gehören sollen.
Für mich als Laien war die Übereinstimmung zwischen
den in den Unterlagen gemachten Aussagen und den vorliegenden Stücken
gegeben.
Als Preis für die auf der Gallerieseite
gezeigten
Stücke nannte er mir US $ 2000, wobei das m.E. sicher noch verhandelbar
wäre.
Auf die Frage wie ich den die Sachen nach Deutschland
bringen solle, wo doch der Export derartiger Gegenstände aus Bolivien
verboten sei, bot er an, den Transport nach Deutschland zu übernehmen.
Bezahlung in meinem Heimatland wurde mir auch offeriert!
Aus den Gesprächen gewann ich den Eindruck, dass
es sich hier nicht um eine Einzelperson handelt sondern um eine Gruppe
oder Organisation. Die Raubgrabungen werden vmtl. von "angestellten" Indios
gemacht, die auch den Transport bis zumindest nach Sta. Cruz organisieren.
Nachdem die bolivianischen Cocaleros ausreichend Erfahrung
im Schmuggeln haben, gehe ich davon aus, dass etwaige "Bestellungen" auch
sicher den europäischen oder amerikanischen Käufer erreichen.
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