Roboré ist eine Stadt im Osten von Bolivien, in der Nähe der brasilianischen Grenze. Sie ist durch eine Garnison sehr stark militärisch geprägt. Aus dem Westen von Bolivien erreicht man Roboré eigentlich nur mit der Eisenbahn, z.B. von Sta. Cruz aus in 12 Stunden.
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| Hier der Blick auf eine Ecke der Plaza mit einer typischen Bar. Man erkennt, die Strasse um die Plaza ist befestigt, die weiterführenden Strassen sind Naturstrassen (Sand). |
Der Aufbau der Stadt ist typisch für Bolivien. Um eine 100 mal 100 Meter breite Plaza gliedern sich die Häuser in fast quadratische Blöcke, die durch Straßen gebildet werden.
An einer Seite der Plaza ist die Kirche erbaut.Roboré
ist eine relativ junge Stadt. Sie wurde am 25. Oktober 1916 als Villa Castelnau
gegründet und 1923 in Roboré umbenannt. Der Ort diente vor allem
der Kolonisation seiner Umgebung, der Ostgebiete.
Der Jahrestag der Gründung wird als Festtag im Ort
begangen.
Die Preise für die Lebenshaltung sind für bolivianische Verhältnisse unerwartet hoch. Ein Grund hierfür sind hohe Kosten für die Elektrizität und den Transport. Alle nicht vor Ort produzierten Waren müssen entweder mit dem Zug aus dem Westen herbeigeschafft, oder aus Brasilien importiert werden.
Ganz besonders ist mir aufgefallen, dass hier die sonst üblichen Schilder "en aquiler" (zu vermieten), "se venta" (zu verkaufen) oder "en anticretico" (Erklärung s. Link) fehlen, mehr noch, es wird in nicht unerheblichem Umfang gebaut. Eine Nachfrage bei Einheimischen ergab, das dies eigentlich mehrere Ursachen hat. Einmal sind die Bewohner im Gegensatz zu anderen Städten recht heimattreu, zum
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Ein anderer markanter Punkt an der Plaza, das Militärkasino. Hier kann man auch als Tourist einkehren. |
zweiten verleiht das Militär doch eine gewisse und vor allem beständige Wirtschaftskraft, die unabhängig von der Kriese ist, die Bolivien derzeit heimsucht. Auch die recht umfangreiche Eisenbahnanlage bietet Arbeitsplätze.
Erwähnenswert ist das Militärschwimmbad, das auch der
Allgemeinheit zur Verfügung steht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind
die heissen Quellen, die Kirche
und die Schwimmbäder, von denen es 3 Stück
geben soll.
Im Moment wird versucht, den nationalen wie internationalen
Tourismus anzukurbeln. Vor allem für die ausländischen Besucher muß
noch einiges getan werden, den bis jetzt kann ich die Stadt eigentlich nur dem
Globetrotter oder Abenteuertouristen empfehlen. Für den Standardtouristen
fehlen aus meiner Sicht sämtliche Voraussetzungen.