Es
geschah am Anfang des 18. Jahrhunderts:
Drei einfache Landarbeiter, des Mordes beschuldigt, ohne ihn
begangen zu haben, flüchteten über den Rio Grande und weiter in die
nahen Gebiete der Chiquitanía.
Sie gingen einigen Meilen, als sie von der Nacht überrascht
wurden, einer kalten und windigen Nacht. Die Flüchtigen entschlossen
sich, einige Stunden auf einer kleinen Lichtung des Waldes von Asusaqui
auszuruhen.
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| Diese stilisierte Nachstellung der Geschichte befindet sich im Innenhof der Kirche von Cotoca. |
Sie beschlossen ein Feuer gegen die Kälte zu entfachen. Mit einer Axt schlug einer von ihnen mit kräftigen Schläge auf den mächtigsten der Baumstämme ein. Der Axtschwinger erkannte, dass es, wenn er mit der Axt auf den Stamm schlug, hohl klang. Was würde es im Inneren dieses seltsamen Stammes geben? Er fing an, energischer zu schlagen und mit grosser Überraschung sahen sie im Inneren des hohlen Baumes ein kleines Bild der Jungfrau Maria.
Zitternd vor Erregung entschieden sich die Flüchtigen das Bild ihrem Herren zu bringen und auf ihre weitere Flucht zu verzichten.
Der Ruf des wundersamen Fundes verbreitete sich schnell über den ganzen Landstrich und mit jedem Tag wuchs die Zahl derer, die kamen um der Jungfrau die Ehre zu erweisen und ihren Dank zu erbitten.
Einer ihrer Anbeter erbaute in Cotoca die erste Kapelle für sie, noch mit einem Dach aus Palmenblättern, die am 15. Dezember 1799 geweiht wurde.
Auch heute noch finden alljährlich Anfang Dezember Wallfahrten von Sta. Cruz nach Cotoca zu Ehren der Jungfrau statt.
| Virgen de Cotoca
portento de luz, con fervor te invoca todo Santa Cruz. Estrella del cielo, Madre de bondad,
Simbolo de puras virtudes sin par:
Eres Reina y Dueña de gracia y candor,
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Jungfrau von Cotoca
Wunder des Lichts Mit Inbrunst ruft dich ganz Santa Cruz an. Stern des Himmels, Mutter der Güte
Symbol der reinen Tugend ohnegleichen,
Du bist die Königin und Herrin von Grazie und Unschuld,
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