Die Wallfahrt nach Cotoca
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Ein Kopie der Jungfrau.
Das Original, dass in der Prozession mitgetragen wird, konnte ich leider nicht fotografieren, da es hinter Glas ausgestellt war. |
Das Heiligtum von Cotoca wird derzeit
von den Dominikanern behütet. Die Pfarrei des Ortes, die den Namen der
unbefleckten Empfängnis der Jungfrau trägt, beinhaltet auch zahllose
ländliche Gemeinden.
Das Fest von Cotoca, das tausende Gläubige speziell aus den
tropischen östlichen Teilen von Bolivien anzieht, wird zusammen mit dem
Fest der unbefleckten Empfängnis Maria am 7. und 8. Dezember begangen:
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Am 7. Dezember findet eine nächtliche Prozession mit einigen tausend Teilnehmern von der Kathedrale von Santa Cruz aus nach Cotoca (ca. 18 km) statt. Dazu wird die Fernstrasse vom 4. Ring in Sta. Cruz bis Cotoca ab Sonnenuntergang für die ganze Nacht über gesperrt!
Die Wertigkeit dieses jährlichen Ereignisses kann man
vielleicht daran ersehen, dass selbst der Staatspräsident seine Aufwartung
macht.
Anschließend finden in der Kirche und auf dem Vorplatz
bis in den Morgen Messen statt. Für diejenigen die den Trubel nicht mögen,
gibt es die ganze Veranstalltung (nur den Teil innerhalb Cotocas) die komplette
Woche nochmals in kleinerem Rahmen. Bis einschliesslich
des Montags nach dem darauffolgenden Wochenende gehen diese, dann selbstorganisierten
Wallfahrten von Sta. Cruz nach Cotoca weiter. Im Zweistundenrhytmus finden
Messen in der Kirche von Cotoca statt.
Auf der ganzen Strecke von Sta. Cruz bis Cotoca haben ganze Heerscharen fliegender Händler ihre Stände aufgebaut und Cotoca gleicht einer belagerten Stadt, das ganze Zentrum ist ein einziger riesiger Marktplatz.
Das daruffolgende Wochenende stellt nochmals einen, wenn auch
kleineren Höhepunkt dar. Das Aufkommen an Wallfahrern
ist nochmals ganz erheblich, erreicht aber nicht mehr die Zahlen der eigentlichen
Prozession.
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In einer besonderen Halle können
die Gläubigen an langen Tischen ihre Kerzen anzünden und dabei
ihre Bitten um Unterstützung an die Jungfrau Maria vorbringen.
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In der ganzen Zeit sind Taxis, Micros -verstärkt um viele
Zusatzbusse-, Pikups und LKW mit Campingstühlen bestückt, im Dauerstress.
Sie transportieren die Leute von und nach Cotoca und nehmen unterwegs diejenigen
auf, die sich beim Marsch übernommen haben. Sei es, weil sie sich einfach
überschätzt haben oder weil sie zuviele Stände mit alkoholischen
Getränken besucht haben.
Stand: 16.12.2003